Unternehmensanwendungen sicher im Browser nutzen – ohne das gesamte Netzwerk freizugeben
Homeoffice, mobile Mitarbeiter, externe Dienstleister oder verteilte Standorte gehören heute zum normalen Unternehmensalltag. Gleichzeitig müssen interne Anwendungen, Terminalserver und Administrationssysteme geschützt bleiben. Der klassische Weg führt häufig über ein VPN.
Doch nicht jeder Benutzer benötigt tatsächlich Zugriff auf das gesamte Unternehmensnetz. Wer lediglich eine Warenwirtschaft starten, einen Windows-Arbeitsplatz nutzen oder einen bestimmten Server administrieren möchte, braucht vor allem eines: Zugriff auf die benötigte Anwendung.
Kyvion Secure Access stellt interne Systeme und Anwendungen sicher über einen modernen Browser bereit – ohne klassischen VPN-Zugang und ohne direkte Freigabe von RDP-, SSH- oder Anwendungsports ins Internet.
Browser statt VPN-Client. Anwendung statt Netzwerkzugang.
Greifen Sie direkt im Browser auf interne Anwendungen und Systeme zu – sicher, komfortabel und ohne zusätzlichen VPN-Client.
Mitarbeiter und Dienstleister erhalten gezielt Zugriff auf freigegebene Anwendungen – statt automatisch auf das gesamte Netzwerk.
Windows-, Server- und Admin-Zugänge bleiben intern. Nach außen genügt HTTPS – ohne offene RDP- oder SSH-Ports im Internet.
Server, Anwendungen, Firewalls und Authentifizierung bleiben bestehen. Kyvion Secure Access ergänzt Ihre Infrastruktur flexibel.
Warum Fernzugriff heute neu gedacht werden sollte
Viele Remote-Access-Konzepte stammen aus einer Zeit, in der ein Mitarbeiter entweder innerhalb oder außerhalb des Unternehmensnetzes arbeitete.
Wer außerhalb war, baute einen VPN-Tunnel auf und wurde damit technisch wieder Teil des internen Netzwerks.
Dieses Prinzip funktioniert weiterhin. Aber es ist nicht immer notwendig.
Ein Mitarbeiter, der lediglich eine ERP-Anwendung benötigt, braucht nicht automatisch Zugriff auf weitere Netzwerkressourcen. Ein externer IT-Dienstleister, der einen einzelnen Server wartet, muss nicht zwangsläufig einen allgemeinen Netzwerkzugang erhalten. Und ein Benutzer, der über ein Tablet oder Chromebook arbeitet, möchte häufig keine zusätzliche VPN-Software installieren und konfigurieren.
Kyvion Secure Access setzt deshalb eine Ebene früher an:
Nicht das Netzwerk wird zum Benutzer verlängert – die Anwendung wird zum Benutzer gebracht.
So funktioniert sicherer Fernzugriff mit Kyvion Secure Access
Kyvion Secure Access wird innerhalb der geschützten Unternehmensinfrastruktur betrieben. Der externe Benutzer verbindet sich über HTTPS mit dem KSA Gateway und authentifiziert sich dort. Nach erfolgreicher Anmeldung sieht er ausschließlich die Systeme und Anwendungen, die für ihn freigegeben wurden. Das können beispielsweise Windows-Arbeitsplätze, Terminalserver, RemoteApps, SSH-Systeme oder interne Webanwendungen sein.
Der eigentliche Zugriff auf das Zielsystem erfolgt anschließend aus der internen Infrastruktur heraus. Der Benutzer benötigt dafür keinen direkten Netzwerkzugang. Die Architektur lässt sich vereinfacht so darstellen:
Benutzer → Browser → HTTPS → Kyvion Secure Access → interne Anwendung
Das interne Zielsystem bleibt dabei weiterhin innerhalb des geschützten Netzwerks.
Sicherer Remote Access
Weitere Informationen
Das ist der zentrale Unterschied.
Bei einem klassischen Remote-Access-VPN wird das Endgerät des Benutzers mit dem Unternehmensnetz verbunden. Kyvion Secure Access stellt dagegen gezielt Anwendungen oder Systeme bereit.
Benötigt ein Benutzer beispielsweise einen Windows-Terminalserver, erhält er Zugriff auf diesen Terminalserver. Benötigt ein Administrator einen bestimmten Linux-Server, erhält er Zugriff auf genau diesen SSH-Zugang. Benötigt ein Mitarbeiter eine Warenwirtschaft, wird genau diese Anwendung bereitgestellt.
So viel Zugriff wie nötig – nicht mehr als erforderlich.
RDP gehört zu den wichtigsten Werkzeugen für den Zugriff auf Windows-Systeme. Gleichzeitig sollten RDP-Dienste nicht unnötig direkt aus dem Internet erreichbar sein.
Mit Kyvion Secure Access muss der Windows-Server nicht über TCP 3389 veröffentlicht werden. Von außen ist lediglich der HTTPS-Zugang zum Kyvion Secure Access Gateway erreichbar.
Die Verbindung sieht dann beispielsweise so aus:
Internet → HTTPS → Kyvion Secure Access → RDP → Windows-Server
Der RDP-Dienst selbst bleibt innerhalb des internen Netzwerks.
Dasselbe Prinzip wie bei RDP gilt für SSH.
Administratoren oder externe IT-Dienstleister können über Kyvion Secure Access auf freigegebene Linux- oder Unix-Systeme zugreifen. Der eigentliche SSH-Dienst bleibt intern. Von außen muss kein direkter Zugriff auf TCP 22 bereitgestellt werden. Damit entsteht ein zentraler Zugangspunkt für unterschiedliche administrative Systeme.
Kyvion Secure Access ermöglicht den Zugriff auf Windows-Arbeitsplätze, Terminalserver und RemoteApps über einen HTML5-fähigen Browser.
Der Benutzer muss keinen klassischen RDP-Client konfigurieren. Er meldet sich am Kyvion Secure Access Portal an und startet die für ihn freigegebene Verbindung. Die eigentliche Anwendung läuft weiterhin auf der vorhandenen Infrastruktur im Unternehmen.
Dadurch können auch bestehende Windows-Anwendungen mobil verfügbar gemacht werden, ohne sie neu entwickeln oder in eine SaaS-Anwendung umwandeln zu müssen.
Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen laufen geschäftskritische Anwendungen häufig weiterhin auf Windows-Systemen oder Terminalservern. Dazu gehören beispielsweise ERP-, Warenwirtschafts- und Branchenlösungen. Mit Kyvion Secure Access lassen sich solche Anwendungen über den Browser bereitstellen.
Der Mitarbeiter öffnet das Kyvion Secure Access Portal, authentifiziert sich und startet anschließend seine Anwendung. Der Server bleibt weiterhin im Unternehmen. Die Daten bleiben dort, wo sie heute bereits verarbeitet werden.
Bestehende Anwendung weiterverwenden – aber moderner darauf zugreifen.
Da Kyvion Secure Access auf moderne Browsertechnologie setzt, können sehr unterschiedliche Endgeräte genutzt werden.
Ein Windows-Notebook kann ebenso auf die bereitgestellten Systeme zugreifen wie ein Mac, ein Linux-Gerät, Chromebook oder Tablet. Das kann insbesondere bei externen Mitarbeitern, mobilen Arbeitsplätzen oder BYOD-Szenarien den Administrationsaufwand reduzieren.
Für den reinen Anwendungszugriff muss nicht auf jedem Endgerät ein zusätzlicher VPN-Client bereitgestellt werden.
Der Zugriff externer IT-Dienstleister gehört zu den sensibelsten Remote-Access-Szenarien. Ein Dienstleister benötigt häufig Zugriff auf genau ein System. Trotzdem wird in klassischen Konzepten nicht selten ein VPN-Zugang zum gesamten Netzwerk bereitgestellt.
Kyvion Secure Access ermöglicht einen stärker begrenzten Ansatz. Der Dienstleister erhält Zugang zu genau den Ressourcen, die für seine Aufgabe notwendig sind. Je nach Konfiguration können Sitzungen zusätzlich aufgezeichnet und protokolliert werden.
Damit lässt sich nachvollziehen, wann ein externer Benutzer auf welches System zugegriffen hat.
Kyvion Secure Access lässt sich nicht nur für klassische Mitarbeiterzugriffe einsetzen. Die Plattform eignet sich auch für privilegierte administrative Verbindungen. Administratoren können beispielsweise Windows-Server, Domain Controller, Linux-Systeme oder andere kritische Systeme über einen zentralen Zugang erreichen.
Dabei können Benutzer- und Systemkonten voneinander getrennt werden. Auch zeitlich begrenzte Zugriffe und Sitzungsaufzeichnungen lassen sich in entsprechende Sicherheitskonzepte integrieren. Damit entwickelt sich der klassische Fernzugriff zu einem kontrollierten Privileged-Access-Szenario.
Ein sicherer Fernzugriff ohne VPN bedeutet nicht, dass VPN grundsätzlich überflüssig ist.
VPN bleibt eine wichtige Technologie.
Wenn zwei Standorte miteinander verbunden werden sollen, ein Administrator tatsächlichen Netzwerkzugriff benötigt oder bestimmte Anwendungen nur innerhalb eines vollständigen Netzwerkzugangs funktionieren, ist VPN weiterhin sinnvoll.
Kyvion Secure Access setzt dort an, wo der Benutzer lediglich eine bestimmte Anwendung oder ein bestimmtes System benötigt.
VPN für Netzwerkzugriff. Kyvion Secure Access für Anwendungszugriff.
Beide Technologien können innerhalb derselben Infrastruktur parallel eingesetzt werden.
Für Kyvion Secure Access muss die vorhandene Firewall nicht ersetzt werden. Die Lösung lässt sich hinter unterschiedlichsten Firewall- und Routerplattformen betreiben.
Dazu gehören beispielsweise:
FortiGate, Sophos Firewall, Securepoint, LANCOM, DrayTek, FRITZ!Box, WatchGuard und SonicWall.
Je nach Hersteller erfolgt die Veröffentlichung über einen HTTPS Virtual Server, Reverse Proxy oder eine definierte HTTPS-Portweiterleitung. Damit kann die vorhandene Sicherheitsinfrastruktur weiter genutzt werden.
Bestehende Firewall behalten. Kyvion Secure Access ergänzen.
Kyvion Secure Access kann innerhalb der eigenen Infrastruktur betrieben werden.
Der eigentliche Zugriff auf die internen Systeme muss damit nicht zwingend über einen externen Cloud-Dienst eines Remote-Access-Anbieters geführt werden. Das kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die Wert auf Daten-Souveränität und Kontrolle über ihre eigene Infrastruktur legen. Die Unternehmensanwendungen bleiben intern. Die Systeme bleiben intern. Und die zentrale Remote-Access-Plattform kann ebenfalls innerhalb der eigenen Infrastruktur betrieben werden.
Einer der größten Vorteile von Kyvion Secure Access liegt darin, dass unterschiedliche Technologien über einen gemeinsamen Zugang bereitgestellt werden können. Der Benutzer muss nicht wissen, ob hinter einem Eintrag RDP, SSH, RemoteApp oder eine interne Webanwendung steckt. Er sieht lediglich die für ihn freigegebenen Anwendungen. Damit kann aus vielen unterschiedlichen technischen Zugriffswegen ein einheitliches Anwenderportal entstehen.
Der Zugang zu internen Anwendungen sollte nicht allein von einem Benutzernamen und Passwort abhängen. Kyvion Secure Access lässt sich deshalb in bestehende Authentifizierungsstrukturen integrieren. Je nach Umgebung können beispielsweise Active Directory, LDAP, RADIUS, SAML oder OAuth2 verwendet werden.
Auch Mehrfaktor-Authentifizierung kann Bestandteil des Zugangskonzepts sein. Damit bleibt die vorhandene Identity-Infrastruktur nutzbar.
Bei sensiblen Systemen ist nicht nur wichtig, wer Zugriff erhalten darf. Ebenso wichtig ist die Frage, wer tatsächlich wann auf welches System zugegriffen hat.
Kyvion Secure Access kann Sitzungen protokollieren und – abhängig von der Konfiguration – auch aufzeichnen. Das ist insbesondere bei privilegierten Zugriffen und externen Dienstleistern interessant. Aus einfachem Remote Access wird damit kontrollierbarer Remote Access.
Homeoffice und mobiles Arbeiten
Mitarbeiter greifen über den Browser auf ihre gewohnte Arbeitsumgebung oder Unternehmensanwendungen zu.
ERP und Warenwirtschaft
Windows-basierte Geschäftsanwendungen werden mobil nutzbar, ohne sie in die Cloud migrieren zu müssen.
Terminalserver und RemoteApp
Bestehende RDS-Infrastrukturen lassen sich browserbasiert verfügbar machen.
IT-Administration
RDP- und SSH-Systeme bleiben intern und werden zentral über KSA erreichbar gemacht.
Externe Dienstleister
Partner und Techniker erhalten Zugriff auf definierte Systeme statt allgemeinen Netzwerkzugang.
Legacy-Anwendungen
Ältere Windows-Anwendungen können weiter genutzt und trotzdem modernen Endgeräten bereitgestellt werden.