16. Juni 2026

ZTNA-Alternative für Kliniken: Warum weniger Komplexität oft mehr Sicherheit bedeutet

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet kontinuierlich voran. Während Ärzte standortübergreifend arbeiten, Pflegekräfte mobil auf Anwendungen zugreifen und externe Dienstleister regelmäßig auf interne Systeme zugreifen müssen, steigen gleichzeitig die Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit. Krankenhäuser, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Pflegeeinrichtungen stehen daher vor der Herausforderung, einerseits einen flexiblen Zugriff auf Anwendungen bereitzustellen und andererseits sensible Patientendaten zuverlässig zu schützen.

In diesem Zusammenhang setzen viele Organisationen auf moderne Zero-Trust-Architekturen. Diese versprechen mehr Sicherheit als klassische VPN-Lösungen und sollen gleichzeitig den Zugriff auf interne Anwendungen vereinfachen. Allerdings zeigt die Praxis, dass viele dieser Konzepte mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden sind. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf alternative Ansätze.

Zero Trust ist sinnvoll – aber muss es immer komplex sein?

Grundsätzlich ist die Idee hinter Zero Trust überzeugend. Benutzer sollen ausschließlich auf die Anwendungen zugreifen können, die sie tatsächlich benötigen. Gleichzeitig sollen Netzwerkzugriffe eingeschränkt und Sicherheitsrichtlinien konsequent durchgesetzt werden.

Moderne ZTNA-Plattformen setzen dieses Konzept häufig über mehrere Komponenten um. Neben einer zentralen Policy-Engine kommen oftmals Client-Software, Cloud-Dienste, Identitätsprovider, Multifaktor-Authentifizierung und weitere Sicherheitsmechanismen zum Einsatz.

Dadurch entsteht zwar ein hohes Sicherheitsniveau, gleichzeitig wächst jedoch auch die Komplexität der Infrastruktur.

In der Praxis bedeutet dies häufig:

  • Installation und Pflege von Client-Software
  • Verwaltung von Richtlinien und Sicherheitsregeln
  • Betrieb zusätzlicher Cloud-Dienste
  • Regelmäßige Updates verschiedener Komponenten
  • Höherer Aufwand bei Support und Fehlersuche

Gerade in Krankenhäusern, in denen die IT-Abteilungen ohnehin stark ausgelastet sind, kann diese zusätzliche Komplexität schnell zur Herausforderung werden.

Die Realität in vielen Kliniken

Während Hersteller häufig von Cloud-Transformation, SaaS-Anwendungen und modernen Arbeitsplätzen sprechen, sieht die Realität in vielen Gesundheitseinrichtungen anders aus.

Zahlreiche geschäftskritische Anwendungen basieren weiterhin auf klassischen Technologien wie:

  • Remote Desktop Services (RDP)
  • Windows-Anwendungen
  • Webanwendungen
  • SSH-Zugängen für technische Systeme
  • Spezialsoftware für Labor, Radiologie oder Medizintechnik

Darüber hinaus müssen viele dieser Anwendungen über Jahre hinweg betrieben werden, da eine Ablösung oftmals wirtschaftlich oder organisatorisch nicht möglich ist.

Die eigentliche Herausforderung besteht daher häufig nicht darin, neue Anwendungen bereitzustellen, sondern bestehende Systeme sicher und einfach zugänglich zu machen.

Warum Komplexität selbst ein Sicherheitsrisiko sein kann

Wenn über Cybersicherheit gesprochen wird, konzentrieren sich viele Diskussionen auf technische Funktionen. Allerdings wird ein wichtiger Faktor häufig unterschätzt: die Komplexität.

Je mehr Komponenten betrieben werden müssen, desto größer wird die potenzielle Angriffsfläche. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit von Fehlkonfigurationen, vergessenen Updates oder widersprüchlichen Richtlinien.

Darüber hinaus wird auch die Fehlersuche aufwendiger. Wenn ein Benutzer keinen Zugriff auf eine Anwendung erhält, müssen oftmals mehrere Systeme überprüft werden:

  • Ist der Client korrekt installiert?
  • Funktioniert die Authentifizierung?
  • Greift die richtige Richtlinie?
  • Besteht eine Verbindung zum Cloud-Dienst?
  • Ist die Zielanwendung erreichbar?

Jede zusätzliche Komponente erhöht den administrativen Aufwand und damit indirekt auch das Risiko für Fehler.

Ein anderer Ansatz: Browserbasierter Remote Access

Anstatt auf zusätzliche Client-Software zu setzen, verfolgt Kyvion Secure Access, powered by SparkView, einen deutlich einfacheren Ansatz.

Der Zugriff erfolgt vollständig über einen Standard-Webbrowser. Benutzer benötigen weder einen VPN-Client noch eine spezielle ZTNA-Software auf ihrem Endgerät. Stattdessen wird die Verbindung direkt über ein zentral bereitgestelltes Gateway aufgebaut.

Der Ablauf ist dabei denkbar einfach:

Browser → Access-Gateway → Zielanwendung

Dadurch reduziert sich nicht nur die Anzahl der beteiligten Komponenten, sondern gleichzeitig auch der Verwaltungsaufwand.

Sicherer Zugriff ohne VPN

Ein wesentlicher Vorteil browserbasierter Lösungen besteht darin, dass kein klassischer Netzwerkzugriff erforderlich ist.

Während bei vielen VPN-Lösungen eine Verbindung in das interne Netzwerk aufgebaut wird, erhält der Benutzer bei Kyvion Secure Acces lediglich Zugriff auf die freigegebene Anwendung oder Sitzung. Das interne Netzwerk bleibt dabei vollständig abgeschirmt.

Dadurch ergeben sich mehrere Sicherheitsvorteile:

  • Keine offenen RDP-Ports im Internet
  • Kein direkter Netzwerkzugriff für externe Benutzer
  • Reduzierte Angriffsfläche
  • Zentral kontrollierbare Zugriffe
  • Einfache Integration von Multifaktor-Authentifizierung

Gerade im Gesundheitswesen, wo sensible Daten verarbeitet werden, stellt dies einen wichtigen Sicherheitsgewinn dar.

Besonders interessant für Kliniken, MVZ und Pflegeeinrichtungen

Viele Gesundheitseinrichtungen betreiben heute mehrere Standorte. Neben dem eigentlichen Krankenhaus existieren häufig Außenstellen, MVZ, Pflegeeinrichtungen oder Verwaltungseinheiten.

Gleichzeitig müssen Ärzte und Mitarbeiter zunehmend mobil arbeiten und dennoch jederzeit auf ihre Anwendungen zugreifen können.

Hier spielt ein browserbasierter Ansatz seine Stärken aus. Da lediglich ein Webbrowser benötigt wird, können Anwender unabhängig vom eingesetzten Endgerät arbeiten. Darüber hinaus entfällt die Installation und Pflege zusätzlicher Software.

Dies vereinfacht nicht nur den Betrieb, sondern beschleunigt auch die Bereitstellung neuer Arbeitsplätze erheblich.

Datenhoheit gewinnt zunehmend an Bedeutung

Neben der Sicherheit spielt für viele Einrichtungen mittlerweile auch die Kontrolle über ihre Daten eine zentrale Rolle.

Während zahlreiche Sicherheitslösungen auf externe Cloud-Dienste angewiesen sind, kann Kyvion Secure Acces vollständig innerhalb der eigenen Infrastruktur betrieben werden. Sämtliche Sitzungsdaten verbleiben dabei im eigenen Rechenzentrum oder in einer kontrollierten Hosting-Umgebung.

Dadurch behalten Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen jederzeit die Kontrolle über ihre Datenströme und reduzieren gleichzeitig ihre Abhängigkeit von externen Plattformen.

Weniger Aufwand für die IT-Abteilung

Neben Sicherheitsaspekten sollten auch die Betriebskosten berücksichtigt werden.

IT-Abteilungen kämpfen heute häufig mit Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen. Jede zusätzliche Plattform bedeutet daher zusätzlichen Schulungs-, Verwaltungs- und Supportaufwand.

Ein browserbasierter Zugriff reduziert diese Belastung erheblich, da weniger Komponenten installiert, aktualisiert und überwacht werden müssen.

Somit können sich Administratoren stärker auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren, anstatt Zeit für die Pflege komplexer Zugriffsinfrastrukturen aufzuwenden.

Fazit: Die beste Lösung ist nicht immer die komplexeste

Zero Trust ist zweifellos ein wichtiges Sicherheitskonzept. Dennoch sollte jede Organisation prüfen, welche Lösung tatsächlich zu den eigenen Anforderungen passt.

Während große internationale Klinikverbünde von umfangreichen SASE- und ZTNA-Plattformen profitieren können, benötigen viele Krankenhäuser, MVZ und Pflegeeinrichtungen vor allem einen sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Zugriff auf bestehende Anwendungen.

Genau hier setzt Kyvion Secure Acces an.

Durch den vollständig browserbasierten Zugriff, die Unterstützung bewährter Unternehmensanwendungen und den Verzicht auf zusätzliche Client-Software entsteht eine Lösung, die Sicherheit und Einfachheit miteinander verbindet. Gleichzeitig werden Administrationsaufwand, Betriebskosten und Komplexität reduziert.

Für viele Gesundheitseinrichtungen könnte deshalb gerade ein schlanker browserbasierter Ansatz die praktikablere und wirtschaftlichere ZTNA-Alternative für Kliniken sein.

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