Der klassische VPN-Zugang stammt aus einer Zeit, in der Mitarbeiter komplette Netzwerke erreichen mussten. Heute benötigen Anwender meist nur den Zugriff auf einzelne Anwendungen, Windows-Server oder Linux-Systeme. Genau hier entstehen unnötige Risiken: Ein VPN verbindet den Client mit dem internen Netzwerk und erweitert damit die Angriffsfläche erheblich.
Mit einer FortiGate als Perimeterschutz und Kyvion Secure Access als Application Gateway wird dieser Ansatz grundlegend verändert. Der Anwender öffnet lediglich einen Webbrowser und meldet sich am Secure-Access-Portal an. Die eigentliche Verbindung zu RDP-, SSH-, VNC- oder Web-Anwendungen erfolgt vollständig browserbasiert. Ein VPN-Tunnel ist nicht mehr erforderlich.
Die FortiGate schützt weiterhin das Netzwerk, während Kyvion Secure Access den Zugriff auf die jeweiligen Systeme kontrolliert, protokolliert und absichert.
Vorteile gegenüber klassischen VPN-Lösungen
- Kein VPN-Client auf Endgeräten
- Keine eingehenden Ports zu internen Servern
- Zugriff ausschließlich auf freigegebene Anwendungen
- Unterstützung für RDP, SSH, VNC sowie HTTP/HTTPS
- Mehrfaktor-Authentifizierung und SSO möglich
- Sitzungsaufzeichnung für Administratoren und Dienstleister
- Funktioniert auch auf Chromebooks, Tablets und fremden PCs
- Deutlich geringere Angriffsfläche als ein klassisches VPN
Reverse Agent statt Portfreigaben
Besonders interessant ist der Reverse-Agent-Ansatz. Dabei wird im internen Netzwerk lediglich ein kleiner Dienst installiert, der eine ausschließlich ausgehende Verbindung zum Kyvion-Gateway aufbaut. Es müssen weder Portweiterleitungen noch VPN-Endpunkte veröffentlicht werden.
Gerade für kleine und mittlere Unternehmen reduziert dies den Administrationsaufwand erheblich und verbessert gleichzeitig die Sicherheit.
Ideale Ergänzung zur FortiGate
Die FortiGate übernimmt weiterhin ihre Kernaufgaben:
- Firewall
- IPS
- Webfilter
- DNS Security
- Application Control
- Malware-Schutz
Kyvion Secure Access ergänzt diese Funktionen um den sicheren Benutzerzugriff auf interne Ressourcen. Dadurch entsteht eine moderne Zero-Trust-Architektur, ohne dass ein ZTNA-Agent auf jedem Endgerät installiert werden muss.
Für welche Unternehmen eignet sich dieser Ansatz?
Besonders profitieren:
- Handwerksbetriebe
- Steuerberater
- Arztpraxen
- Kommunen
- Maschinenbauer
- IT-Systemhäuser
- Unternehmen mit externen Dienstleistern
- Homeoffice-Arbeitsplätze
Gerade Organisationen, die ihre Mitarbeiter oder Partner nur auf wenige Systeme zugreifen lassen möchten, erhalten damit eine deutlich sicherere Alternative zum VPN.
Fazit
Die Frage lautet heute nicht mehr, welches VPN eingesetzt werden sollte, sondern ob überhaupt noch ein VPN notwendig ist. Für viele Remote-Zugriffe lautet die Antwort inzwischen: Nein.
Die Kombination aus FortiGate und Kyvion Secure Access ermöglicht einen sicheren, browserbasierten Zugriff auf interne Systeme, ohne VPN-Client, ohne offene Ports und mit deutlich geringerer Angriffsfläche. Damit eignet sich dieser Ansatz besonders für Unternehmen, die ihre bestehende FortiGate-Infrastruktur weiter nutzen und gleichzeitig moderne Zero-Trust-Konzepte umsetzen möchten.