16. September 2026

LANCOM sicherer Fernzugriff mit Kyvion Secure Access

LANCOM Firewall und Kyvion Secure Access ermöglichen sicheren browserbasierten Zugriff auf RDP, ERP, Server und interne Webanwendungen.

LANCOM sicherer Fernzugriff ist für viele mittelständische Unternehmen ein wichtiges Thema. LANCOM Router und Firewalls schützen seit vielen Jahren Unternehmensnetze und verbinden Standorte, Mitarbeiter und Systeme miteinander. Kyvion Secure Access ergänzt diese Infrastruktur dort, wo Mitarbeiter oder externe Dienstleister gezielt auf einzelne Anwendungen und Systeme zugreifen sollen. Statt jedem Benutzer einen Zugang zum Netzwerk zu geben, stellt Kyvion die benötigte Ressource direkt im Browser bereit. So entsteht eine Kombination, bei der beide Lösungen ihre jeweiligen Stärken ausspielen.

LANCOM als sichere Basis für das Unternehmensnetz

LANCOM ist gerade im deutschen Mittelstand weit verbreitet. Router, Firewalls und weitere Netzwerkkomponenten übernehmen zentrale Aufgaben bei der Absicherung und Vernetzung von Unternehmen. Sie verbinden Standorte, trennen unterschiedliche Netzwerkbereiche und kontrollieren den Datenverkehr zwischen Internet und internen Systemen.

Für den Fernzugriff bietet LANCOM verschiedene Möglichkeiten. Über VPN können Unternehmen entfernte Geräte sicher mit dem Firmennetz verbinden. Mit LANCOM Trusted Access steht außerdem eine Zero-Trust-Lösung zur Verfügung, die Zugriffe genauer steuert und über die LANCOM Management Cloud verwaltet wird.

Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Ein VPN eignet sich beispielsweise sehr gut, wenn ein verwalteter Firmen-PC mehrere Dienste im Unternehmensnetz benötigt. Auch die Verbindung kompletter Standorte gehört zu den klassischen Aufgaben einer solchen Netzwerklösung.

In vielen Fällen benötigt ein Benutzer allerdings gar keinen vollständigen Zugang zum Netzwerk. Er möchte lediglich mit seiner Warenwirtschaft arbeiten, einen Windows-Arbeitsplatz öffnen oder einen bestimmten Server administrieren. Genau hier setzt Kyvion Secure Access an.

LANCOM sicherer Fernzugriff: Netzwerkzugang oder Anwendungszugriff?

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, welche Lösung besser ist. Unternehmen sollten vielmehr überlegen, welchen Zugriff ein Benutzer tatsächlich benötigt.

Ein Mitarbeiter mit einem Firmen-Notebook braucht möglicherweise Zugriff auf mehrere Netzwerkdienste. Hier kann ein VPN die passende Lösung sein. Ein Außendienstmitarbeiter möchte dagegen vielleicht nur das ERP-System öffnen. Ein externer Administrator benötigt Zugang zu einem bestimmten Server. Die Geschäftsführung möchte unterwegs auf eine interne Anwendung zugreifen.

Für diese Benutzer muss das Unternehmen nicht zwangsläufig das gesamte Netzwerk erreichbar machen.

Kyvion Secure Access stellt stattdessen die freigegebene Anwendung oder das gewünschte System über einen Webbrowser zur Verfügung. Der Benutzer öffnet die Anmeldeseite, authentifiziert sich und sieht anschließend nur die Ressourcen, die der Administrator für ihn freigegeben hat.

Damit ergänzen sich LANCOM und Kyvion Secure Access auf unterschiedlichen Ebenen. LANCOM schützt und verbindet das Netzwerk. Kyvion steuert den direkten Zugriff auf ausgewählte Anwendungen und Systeme.

Zugriff direkt über den Browser

Der browserbasierte Ansatz bietet besonders bei wechselnden Arbeitsplätzen und externen Benutzern Vorteile. Für einen klassischen VPN-Zugang muss das Endgerät in der Regel entsprechend eingerichtet sein. Je nach Lösung benötigt es einen VPN- oder Access-Client, eine passende Konfiguration und die notwendigen Berechtigungen.

Kyvion Secure Access verfolgt einen anderen Weg. Für den Benutzer wird der Browser zum Zugangspunkt.

Darüber kann er beispielsweise einen Windows-Arbeitsplatz per RDP öffnen, einen Terminalserver nutzen, eine SSH-Verbindung starten oder auf eine interne Webanwendung zugreifen. Auch ERP- und Warenwirtschaftslösungen wie Sage oder SelectLine lassen sich auf diesem Weg für mobiles Arbeiten bereitstellen, wenn sie auf entsprechenden internen Systemen laufen.

Für den Anwender bleibt der Vorgang einfach: Browser öffnen, anmelden, Anwendung starten.

Die bestehende LANCOM-Infrastruktur bleibt dabei erhalten und übernimmt weiterhin ihre Aufgabe als Netzwerk- und Sicherheitsplattform.

Weniger Netzwerkzugriff, mehr Kontrolle

Gerade beim Fernzugriff lohnt sich die Frage, wie viele Rechte ein Benutzer wirklich benötigt. Wer ausschließlich eine bestimmte Anwendung verwendet, braucht deshalb nicht automatisch Zugriff auf weitere Systeme im gleichen Netzwerk.

Das gilt besonders für externe Dienstleister.

Ein IT-Dienstleister soll beispielsweise einen bestimmten Windows-Server administrieren. Ein Softwareanbieter benötigt zeitweise Zugriff auf das System, auf dem seine Anwendung läuft. Ein externer Techniker muss eine einzelne interne Weboberfläche erreichen.

Kyvion Secure Access kann solchen Benutzern genau die benötigte Verbindung zur Verfügung stellen. Sie müssen dafür nicht wie ein regulärer Arbeitsplatz mit dem Unternehmensnetz verbunden sein.

Das vereinfacht die Trennung zwischen internen Mitarbeitern, externen Dienstleistern und administrativen Benutzern. Gleichzeitig erhält das Unternehmen mehr Kontrolle darüber, wer auf welche Ressource zugreifen darf.

VPN bleibt wichtig – aber nicht jeder Zugriff braucht ein VPN

Ein LANCOM VPN und Kyvion Secure Access schließen sich deshalb nicht gegenseitig aus.

VPN bleibt sinnvoll, wenn ein Gerät tatsächlich verschiedene Dienste im entfernten Netzwerk benötigt. Das kann bei fest verwalteten Homeoffice-Arbeitsplätzen, bei der Verbindung von Standorten oder bei speziellen technischen Anforderungen der Fall sein.

Geht es dagegen um den Zugriff auf eine einzelne Anwendung, einen Terminalserver oder ein administratives Ziel, kann der browserbasierte Weg einfacher sein.

Ein Unternehmen kann deshalb beide Verfahren parallel einsetzen. Fest verwaltete Arbeitsplätze erhalten beispielsweise weiterhin einen VPN-Zugang. Mitarbeiter mit einem klar definierten Anwendungsbedarf nutzen Kyvion Secure Access. Externe Dienstleister bekommen ausschließlich die Systeme angezeigt, die sie für ihre Arbeit benötigen.

So entscheidet nicht die Technik allein über den Zugangsweg. Die tatsächliche Aufgabe des Benutzers gibt den Ausschlag.

LANCOM sicherer Fernzugriff für RDP, ERP und interne Anwendungen

Besonders deutlich wird dieser Ansatz bei typischen Anwendungen im Mittelstand.

Viele Unternehmen betreiben ERP- oder Warenwirtschaftssysteme weiterhin auf eigenen Servern. Das Gleiche gilt für branchenspezifische Software, Terminalserver, interne Webanwendungen und zahlreiche ältere Programme, die sich nicht einfach in einen Cloud-Dienst verschieben lassen.

Trotzdem möchten Mitarbeiter heute von unterschiedlichen Orten aus damit arbeiten.

Kyvion Secure Access kann solche Anwendungen erreichbar machen, ohne daraus automatisch einen vollständigen Netzwerkzugang zu machen. Windows-Anwendungen lassen sich beispielsweise über RDP im Browser darstellen. Auch SSH, VNC sowie interne HTTP- und HTTPS-Anwendungen können über Kyvion bereitgestellt werden.

Für Unternehmen entsteht dadurch eine interessante Ergänzung zum LANCOM sicheren Fernzugriff. Die vorhandene Netzwerkstruktur bleibt bestehen. Gleichzeitig erhalten ausgewählte Benutzer einen einfachen Zugang zu genau den Anwendungen, die sie für ihre Arbeit benötigen.

Besonders geschützte Systeme mit dem Reverse Agent erreichen

Nicht jedes Zielsystem sollte direkt aus dem normalen Servernetz erreichbar sein. Das gilt besonders für administrative Systeme, Domain Controller oder andere kritische Ressourcen.

Hier kommt der Kyvion Reverse Agent ins Spiel.

Der Reverse Agent befindet sich im geschützten Netzwerkbereich und baut die benötigte Verbindung von innen nach außen auf. Dadurch muss für den Zugriff auf das Zielsystem keine eingehende Verbindung in dieses geschützte Segment geöffnet werden.

Die LANCOM Firewall kann weiterhin die Netzwerkgrenzen und die Trennung der einzelnen Bereiche kontrollieren. Kyvion Secure Access vermittelt anschließend den freigegebenen Zugriff auf das jeweilige Ziel.

Das macht die Kombination auch für privilegierte administrative Zugriffe interessant. Administratoren oder externe IT-Dienstleister erhalten nicht einfach Zugang zu einem kompletten Netzwerkbereich. Stattdessen können Unternehmen festlegen, welche Systeme sie tatsächlich erreichen dürfen.

Vom Fernzugriff zum kontrollierten administrativen Zugang

Bei administrativen Verbindungen spielt neben der technischen Absicherung auch die Nachvollziehbarkeit eine wichtige Rolle. Unternehmen möchten wissen, welcher Benutzer wann auf ein kritisches System zugegriffen hat.

Kyvion Secure Access bietet dafür Funktionen, die über einen einfachen Remote-Zugang hinausgehen. Sitzungen lassen sich protokollieren. Bei entsprechenden Konfigurationen können Unternehmen privilegierte Sitzungen zusätzlich aufzeichnen und später nachvollziehen.

Damit nähert sich der klassische Fernzugriff dem Privileged Access Management, kurz PAM. Der Fokus liegt nicht mehr ausschließlich darauf, eine Verbindung technisch möglich zu machen. Ebenso wichtig sind Kontrolle, Begrenzung und Nachvollziehbarkeit des Zugriffs.

Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ist dieser Ansatz interessant. Sie können bestehende Infrastruktur weiterverwenden und trotzdem zusätzliche Sicherheitsfunktionen für administrative Zugänge einführen.

Bestehende LANCOM-Infrastruktur einfach weiter nutzen

Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass Unternehmen ihre vorhandene LANCOM-Infrastruktur nicht ersetzen müssen.

Router, Firewall, Standortvernetzung und vorhandene Netzwerkregeln bleiben bestehen. Kyvion Secure Access kommt als zusätzliche Ebene für den Anwendungszugriff hinzu.

Das macht eine schrittweise Einführung möglich. Unternehmen können zunächst einzelne Anwendungsfälle umstellen. Denkbar ist etwa der Zugriff externer Dienstleister, anschließend die mobile Nutzung der Warenwirtschaft und später der administrative Zugang zu besonders geschützten Systemen.

Die IT-Abteilung entscheidet dabei für jeden Anwendungsfall, welcher Weg sinnvoll ist.

So entsteht keine Diskussion „LANCOM oder Kyvion“. Die sinnvollere Frage lautet: Welche Aufgabe übernimmt LANCOM und welche Aufgabe übernimmt Kyvion Secure Access?

LANCOM und Kyvion Secure Access sinnvoll kombinieren

LANCOM schützt, verbindet und strukturiert das Unternehmensnetz. Kyvion Secure Access bringt ausgewählte Anwendungen und Systeme sicher zum Benutzer.

Diese Aufgabenteilung kann gerade für mittelständische Unternehmen attraktiv sein. Sie müssen keine funktionierende Infrastruktur austauschen und können trotzdem neue Anforderungen an mobiles Arbeiten, Fernwartung und administrative Zugriffe erfüllen.

Ein Mitarbeiter benötigt das ERP-System? Er erhält Zugriff auf das ERP-System.

Ein Administrator benötigt einen bestimmten Server? Er erhält Zugriff auf diesen Server.

Ein externer Dienstleister muss eine interne Anwendung warten? Er bekommt genau diese Anwendung.

Damit wird aus dem allgemeinen Netzwerkzugang ein gezielt gesteuerter Zugriff auf die tatsächlich benötigte Ressource.

Mehr zur Integration

LANCOM Partner gesucht: Mit Kyvion Secure Access das eigene Angebot erweitern

Besonders spannend ist die Kombination für IT-Systemhäuser und IT-Dienstleister, die bereits LANCOM Kunden betreuen.

Diese Partner kennen die vorhandene Infrastruktur ihrer Kunden. Sie administrieren Router und Firewalls, betreuen Server und wissen, welche Anwendungen Mitarbeiter von außen erreichen müssen. Damit bringen sie ideale Voraussetzungen mit, um ihren Kunden zusätzlich einen browserbasierten Secure Access anzubieten.

Kyvion möchte dabei das bestehende LANCOM Geschäft ausdrücklich nicht ersetzen. Wir suchen Partner, die auf der vorhandenen Infrastruktur aufbauen und ihr eigenes Security-Portfolio sinnvoll erweitern möchten.

Für das Systemhaus entstehen dadurch neue Möglichkeiten bei bestehenden Kunden. Aus einer Anfrage nach einem externen RDP-Zugang kann ein Secure-Access-Projekt entstehen. Ein ERP-System lässt sich für mobile Mitarbeiter bereitstellen. Externe IT-Dienstleister können einen kontrollierten Zugang erhalten. Besonders sensible administrative Verbindungen lassen sich stärker begrenzen und nachvollziehen.

Der Partner bleibt dabei der Ansprechpartner seines Kunden.

Genau solche LANCOM Partner, regionale IT-Systemhäuser, Managed Service Provider und IT-Dienstleister suchen wir für unser Kyvion Partnerprogramm. Wir unterstützen unsere Partner bei der technischen Einführung, bei ersten Projekten und bei der Positionierung von Kyvion Secure Access gegenüber ihren Kunden.

Wer bereits LANCOM Umgebungen betreut, muss seinen Kunden also keine völlig neue Infrastruktur verkaufen. Viel interessanter kann es sein, die vorhandene Umgebung um eine zusätzliche Antwort auf eine immer wichtigere Frage zu erweitern:

Wie ermöglichen wir Mitarbeitern, Administratoren und Dienstleistern sicheren Zugriff auf interne Anwendungen, ohne ihnen mehr Netzwerkzugriff zu geben, als sie tatsächlich benötigen?

Kyvion Secure Access liefert dafür einen pragmatischen Ansatz: browserbasiert, gezielt auf die benötigte Ressource und als Ergänzung zu einer bestehenden LANCOM Infrastruktur.

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